Wie du erfolgreich ein Vermögen aufbaust, mit Aktien und ETFs!

In diesem Blog erfährst Du:

Was ist überhaupt eine Aktie?

Eine Aktie ist ein Anteil an einem Unternehmen. Also eine Unternehmensbeteiligung an den Gewinnen und Verlusten eines Unternehmens.

Denkt man genauer darüber nach bestimmen diese Unternehmen unseren Alltag. Diesen Text hier liest du vielleicht auf einem Gerät von Apple oder Microsoft und gefunden hast du ihn mit einer Maschine Namens Google. Den Strom dazu liefert wahrscheinlich EON, Vattenfall oder RWE und der Mobilfunkanbieter könnte Telekom oder Vodafone heißen.

Weitere Beispiele findest du in diesem Beitrag.

Unternehmen sind das Rückrad unserer Wirtschaft und mit Aktien hast du die Möglichkeit dich an deren Gewinnen zu beteiligen.

Da sind viel höhere Renditen drin als auf dem Sparbuch oder Tagesgeld.

Warum brauche ich hohe Renditen?

Bei der Altersvorsorge helfen hohe Renditen ungemein.

Stell dir vor du bist 30 Jahre alt und möchtest im Alter gern 1.000 Euro zusätzliche Rente haben. Sozialabgaben und Steuern lassen wir bei der Betrachtung mal außenvor.

Dann müsstest du bei 3% Rendite p.a. dafür 300 Euro monatlich aufbringen. Würdest du aber 6% Rendite erreichen, müsstest du „nur“ 150 Euro monatlich aufbringen.*

*Annahme Verrentungskapital von 240.000 Euro steht zum 67. Lebensjahr zur Verfügung und würde bei 3% Rendite in der Rentenphase über 30 Jahre verbraucht werden. Ohne Berücksichtigung von Steuern, Abgaben und Gebühren.

Sind so hohe Renditen überhaupt möglich?

Mit einem vernünftigen Aktienanteil sind 6% Rendite pro Jahr absolut drin!

Der MSCI World Index spiegelt die 1600 größten Aktienunternehmen der Welt wieder und dieser erreichte seit 1975 immer eine durchschnittliche Rendite von über 7%.

Voraussetzung dafür ist aber, dass man langfristig über 15 Jahre investiert war und dadurch Börsenkrisen wie 2002 oder 2008 einfach ausgesessen hat.

Langfristig denken und investieren zahlt sich also aus.

Eine Aktie oder gleich mehrere?

Wenn du nur eine Aktie kaufst, investierst du auch in nur ein einzelnes Unternehmen und das kann natürlich auch mal schief gehen.

Wir empfehlen daher nicht nur in einzelne Unternehmen zu investieren, sondern in ganz viele. Breit streuen und in viele Unternehmen gleichzeitig investieren.

Das geht sehr gut mit einem Investmentfonds. Viele Anleger investieren in einen Topf (Fonds) und dieser investiert dann in viele verschiedene Unternehmen. So kann man schon ab 50 Euro monatlich in gleich mehrere Unternehmen investieren.

Wichtig zu wissen ist noch, dass Investmentfonds sogenanntes Sondervermögen sind.

Das bedeutet, dass die Anteile eures Fonds immer euch gehören. Auch wenn die Depotbank beispielsweise in einer Finanzkrise pleitegehen sollte. Dann könnt ihr eure Fondsanteile einfach bei einer anderen Bank weiter verwalten lassen.

Aktive oder passive Fonds?

Bei Fonds hat man nun aber die Qual der Wahl.

Die meisten werden aktiv gemanagt. Das bedeutet, dass ein Fondsmanagement und unzählige Analysten versuchen durch aktives handeln besser als der Markt zu sein. Das gibt es natürlich nicht kostenlos, sondern kann schonmal 1,5% bis 3% p.a. an Gebühren kosten und die muss man ja auch erstmal wieder rein bekommen.

Dazu kommt dann auch noch, dass viele dieser aktiv gemanagten Fonds gar nicht besser als ihr Vergleichsmarkt abschneiden, in den sie investieren.

Bevor man sich nun auf die beschwerliche Reise begibt die Fonds zu finden die besser als der Markt abschneiden, könnte man ja auch gleich in den gesamten Markt investieren.

Genau das machen ETFs (deutsch: börsengehandelte Indexfonds). Beispielsweise in den MSCI World der in die 1600 größten Unternehmen der Welt investiert. Die Gebühren liegen dort nur bei ca. 0,3% bis 0,5% p.a. und sind damit mehr als 5mal günstiger als bei einem Fonds mit aktiven Fondsmanagement. Passives investieren nennt man das.

Also ETF kaufen und los?

Grundsätzlich ja. Du brauchst nur noch ein Wertpapierdepot, ran an die Fondsauswahl und los.

Ein paar wichtige Tipps hätten wir aber noch für dich.

Lege dir ein Ziel fest und mache dir klar was für ein Aktientyp du bist. Also eher der mit 100% Aktienquote der Schwankungen locker aushält, oder der für den 50 bis 60% Aktienquote schon aufregend genug sind. Natürlich unterstützen wir dich gern mit den passenden Tools dazu, wenn du möchtest.

Bei der Fondsauswahl wirst du feststellen, dass es bei den ETFs doch noch einige Unterscheidungen gibt, auf die man achten sollte. Welche genau das sind, erkläre ich in einem weiteren Beitrag.

Jetzt ein weiterer wertvoller Tipp.

Wissenschaf­tliche Rendite­faktoren berück­sichtigen!

Wir bei Oliver Grau Finanzen, achten bei unseren eigenen Portfolios auf eine weltweite Diversifikation und ergänzen diese aber mit wissenschaftlichen Rendite-Faktoren.

Das sogenannte passive investieren boomt und ist in den letzten Jahrzehnten eine richtige Erfolgstory. Aber egal wie groß der Erfolg damit war, es gibt immer jemanden der noch tiefer bohrt und weitere Fragen stellt. So haben die Forschungsergebnisse einiger hundert Finanzökonomen in den letzten Jahrzehnten bewiesen, dass man die Rendite seiner „passiven“ Kapitalanlage signifikant steigern kann (2-3%), wenn man gewisse Faktoren übergewichtet, also stärker berücksichtigt als es in einem klassischen ETF der Fall ist. Einer der verdienstvollsten Forscher auf diesem Gebiet, Eugene Fama, wurde sogar mit dem Nobelpreis für seine Forschungsergebnisse ausgezeichnet.

Hier die wohl bekanntesten Faktoren aus der Literatur:

1. Unternehmensgröße:
Kleine Aktiengesellschaften (“Small Caps”) haben tendenziell höhere Renditen als große (“Large Caps”).

2. Unternehmensbewertung (Value):
Günstig bewertete Unternehmen (“Substanzwertaktien”) – gemessen an betriebswirtschaftlichen Größen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis – haben tendenziell höhere Renditen als hoch bewertete (“Growth-Aktien”).

3. Unternehmensqualität:
Unternehmen hoher “Qualität” – gemessen an Profitabilitätskennzahlen wie dem Kurs-Buchwert-Verhältnis oder Verschuldungskennzahlen – haben tendenziell höhere Renditen als Unternehmen geringer Qualität.

4. Momentum:
Unternehmen, die kürzlich eine relativ hohe Rendite hatten, haben für begrenzte Zeit tendenziell höhere Renditen.

5. Politisches Risiko:
Aktien, die hohem politischen Risiko ausgesetzt sind (primär sind das Schwellenländeraktien), haben tendenziell höhere Renditen als Aktien, für die das weniger der Fall ist.

Berücksichtigt man diese Faktoren in seinem Portfolio also ein bisschen mehr als in einem normalen ETF, hätte man langfristig gesehen durchschnittliche Renditen von 10% und mehr erzielen können. Natürlich gilt aber generell wer mehr Rendite möchte muss auch ein Stück weit mehr Risiko eingehen.

Anmerkung:
Für jeden Faktor gibt es freizugängliche ETFs. ETFs, die zum Beispiel die Faktoren 1 – 3 vereinen, sind momentan nur professionellen Anlegern/Beratern wie uns vorbehalten. Möchtest du diese ETFs haben, kannst du gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

Unbedingt merken!
• Setze Dir ein Ziel was du mit der Anlage erreichen willst
• Investiere langfristig – Märkte belohnen Disziplin
• Schwankungen und Börsenkrisen aussitzen
• Achte auf eine breite Streuung

Wie du erfolgreich mit Schwankungen am Aktienmarkt umgehst erfährst du in diesem Beitrag.

Fazit

Vermögensaufbau mit Aktien und ETFs geht also sehr gut, aber eben nicht von heute auf morgen.

Berücksichtigst du unsere Tipps steht deinem Anlagerfolg nichts mehr im Wege. Grundlage dafür sollte ein ausführliches Risikoprofil sein, wobei wir dich natürlich unterstützen können.

Wenn du jetzt starten möchtest, aber dir nicht ganz sicher bist wie das konkret funktioniert und welche ETFs du auswählen sollst, können wir dich dabei offline und online unterstützen.
Schreibe uns einfach eine Nachricht oder rufe kurz an.

Literatur und Quellen: Kommer, Gerd (2018): “Souverän Investieren mit Indexfonds und ETFs. Wie Sie das Spiel gegen die Banken gewinnen”; 5. Aufl.; Campus 2018. 410 Seiten.
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