6 Tipps, wie du dein Geld vor Strafzinsen schützen kannst

Was in diesem Blog zu finden ist.

Warum du dir über Strafzinsen Gedanken machen solltest.

Kurz vorn weg. Man kann einiges tun. Fakt ist aber, man muss auch was tun, wenn man nicht möchte, dass man sich von seinem Geld in Zukunft immer weniger kaufen kann.

In diesem Blogartikel habe ich sechs Tipps für dich, wie du dein Geld vor Strafzinsen schützen kannst. Warum dieses Thema gerade so wichtig ist, kannst du in den Artikelauszügen vom Spiegel und von n-tv nachlesen. Ansonsten gelangst du mit nur einem Klick direkt zu meinen sechs Lösungsvorschlägen.

Hier geht`s gleich zu den Tipps

n-tv berichtete am 18.11.2019: (zum Beitrag)

„Dass immer mehr Geldinstitute in Deutschland Strafzinsen auf die Guthaben auch ihrer Privatkunden erheben, hat sich herumgesprochen. Doch bisher traf die verharmlosend als Verwahrungsentgelt bezeichnete Belastung nur Vermögende. Damit ist nun Schluss. Eine Volksbank kassiert ab dem ersten Cent.

Noch bis vor wenigen Wochen schien das Szenario unwahrscheinlich. Nun ist der Tabubruch da. Als wohl erste Bank in Deutschland erhebt die Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck Strafzinsen in Höhe von 0,5 Prozent auf das Guthaben von Tagesgeldkonten. Und das schon ab 0,01 Euro, wie das Vergleichsportal Verivox berichtet.“

Spiegel berichtete am 09.11.2019: „Wenn sparen arm macht“ (zum Beitrag)

„All das sollte eigentlich nur eine Phase sein, eine Übergangszeit, solange die Welt eben braucht, um die Finanzkrise von 2008 abzuschütteln. Krisenmanagement, Notfallplan, Ausnahmesituation, das waren die Wörter die Politiker und Finanzexperten wählten und es sollte heißen: Das geht vorbei, und damit auch die unerwünschten Nebenwirkungen.

Seit dem Untergang von Lehmann Brothers, dem Höhepunkt der Finanzkrise, ist ein Jahrzehnt vergangen. Nur eine Phase?

Die Ökonomen sprechen schon vom >>New Normal<< und diese neue Normalität wird bleiben, da sind sich die Experten einig, mindestens noch ein Jahrzehnt oder länger, die Industriestaaten sind längst abhängig vom billigen Geld. Würde man es ihnen wegnehmen, wäre es wie ein kalter, knallharter Entzug für einen Junkie, der erst einmal übel durchgeschüttelt wird, bevor es ihm wieder besser geht. Wenn überhaupt.

Die neue Normalität wird geprägt von lauter komplizierten Begriffen, Liquiditätsfalle, Schuldenüberhang, Negativzinsen, Kapitalüberschuss. Und die erste Reaktion ist, sich erst einmal wegzuducken und zu sagen: Was hat das mit mir zu tun, lass die Experten diskutieren.

Nur prägt die neue Finanzwelt unser Leben stärker als die nächste Dummheit von Donald Trump oder der nächste Regierungswechsel. Sie bestimmt nicht nur, wie viel Geld sich auf dem Konto sammelt, sondern auch, welchen Unternehmen es gut geht, wie viel Rente es gibt, wie viel Menschen arbeitslos sind, was die Butter kostet.

Es ist dringend Zeit, sich damit zu befassen, was diese neue Normalität eigentlich bedeutet und ob sie, wie vor allem viele Deutsche meinen, ein Albtraum ist, ein Fluch des billigen Geldes.“

Der komplette Spiegel-Artikel ist empfehlenswert, wenn man sich für die Zusammenhänge interessiert und begreifen möchte, wie außergewöhnlich diese Situation ist und, dass sie nicht einfach über Nacht wieder verschwindet, wie ein schlechter Traum. Die Niedrigzinsphase bleibt erst einmal noch ein ganzes Stück erhalten.

Du willst wissen, was du tun kannst, um diesen Strafzinsen zu entgehen?

Ja? Dann findest du hier meine 6 Tipps:

Tipp 1: Wechsel dein Konto

Wenn Du nicht mit Deiner Bank verheiratet bist, kannst Du auch ganz einfach dein Konto wechseln. Noch gibt es genügend Banken, die auf solche Strafzinsen verzichten oder sie eben erst ab einem bestimmten Guthaben (z. B. 100.000 €) erheben.

Tipp 2: Vermeide Kontoführungsgebühren

Du musst keine Kontoführungsgebühren bezahlen, um ein Girokonto zu haben. Es gibt genügend Banken, die kostenfrei Girokonten anbieten. Übrigens kann eine 9 Euro monatliche Kontoführungsgebühr in vielen Fällen teurer sein als der Strafzins bei der o.g. Bank.

Tipp 3: Nutze Tagesgeldkonten

Vermeide es einfach, mehr Geld als nötig auf dem Girokonto oder Sparbuch zu parken. Tagesgeldkonten bieten Dir, bei flexibler Verfügbarkeit, 0,2 % bis 0,4 % Zinsen im Jahr. Südeuropäische Banken bieten auch mal mehr. Davon raten wir dir aber ab.

Tipp 4: Nutze Festgeldkonten

Wenn Du Geld hast, was Du mal 1–2 Jahre nicht brauchst, kannst Du Festgeldkonten nutzen. Dort sind derzeit bis zu 0,8 % Zinsen pro Jahr drin. Auch hier gibt es südeuropäische Angebote mit 1,3 %, aber auch das würden wir nicht empfehlen.

Tipp 5: Hol dir die höchste Gesamtverzinsung

Die Alternative zu Spar- und Festgeldkonten heißt Universal Life und gibt es in den USA schon seit den 1980er Jahren. Dabei kannst dir sicher und flexibel eine Gesamtverzinsung von ca. 3 % in Deutschland erhalten. Das Konzept ist allerdings etwas erklärungsbedürftiger. Deshalb habe ich alle Informationen inkl. kurze Erklärvideos auf einer separaten Seite zusammengestellt: Klicke hier!

Tipp 6: Nutze (ETF-) Fondssparpläne

Werde vom Sparer zum Investor und nutze (ETF-) Fondssparpläne. In meinem Artikel „Ein ganzer Tag voller Aktien“ beschreibe ich, warum es Sinn macht, sich vom Sparer zum Investor weiterzuentwickeln.

Dafür musst Du auch nicht mal Dein ganzes Geld investieren, sondern nur einen Teil. Beispielsweise nur 20 %, also von 100 Euro nur 20 Euro. Historisch waren da immer um die 5 % pro Jahr drin. Allerdings mit der Maßgabe, dass Du Dir dafür auch 3–5 Jahre Zeit nimmst.

Zusatztipp: Denke über Immobilen nach

Immobilien sind sehr beliebt und werden immer gebraucht. Dabei gilt es einige Aspekte zu beachten: eine gute Lage und die Überlegung, ob man sie selbst bewohnen möchte oder sich gute, solvente Mieter sucht. Der Kauf von Immobilien birgt viele Risiken, aber auch viele Chancen auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit. Ich möchte dir daher ans Herz legen, dich vorher ausreichend gut zu informieren.

Eine Empfehlung für die Vorinformation sind diese beiden Videos von finanztip, die m.E. die Sachverhalte gut darstellen. Abgesehen davon, solltest du dich besser von Experten beraten lassen.

Fazit

Die Niedrigzinsphase verschwindet nicht von heute auf morgen, aber steck nicht den Kopf in den Sand. Es gibt Möglichkeiten Strafzinsen und den Kaufkraftverlust deines Geldes zu vermeiden. Abwarten kostet Geld. Also komm ins Handeln und kümmere Dich um Dein Erspartes.

Wenn du Fragen hast, freuen wir uns auf ein Gespräch mit dir.

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